Klimaschutz vor Ort: Erlangen in Zahlen

Wie kommt Erlangen beim Klimaschutz voran?
Um die Fortschritte gut nachvollziehen zu können, erfassen wir im Rahmen der „Statusberichte Klima-Aufbruch“ ausgewählte Zahlen aus Erlangen.

Im Mittelpunkt stehen dabei drei wichtige Bereiche: Wärme, Strom und Mobilität. Wir schauen zum Beispiel auf den Ausbau von Wärmepumpen, Photovoltaik-Anlagen, Stromspeichern sowie auf Veränderungen im Mobilitätsverhalten.
Wie schnell und erfolgreich wir vorankommen, hängt viel vom Engagement der Erlanger Bürger*innen, Unternehmen und Organisationen ab. Gleichzeitig spielen auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen auf Landes- und Bundesebene eine wichtige Rolle. Als Stadtverwaltung möchten wir mit gezielten Maßnahmen, etwa durch Beratungsangebote oder den Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur, unterstützen.

Schaut euch die Zahlen an und entdeckt, in welchen Bereichen Erlangen bereits gut aufgestellt ist und wo wir gemeinsam noch besser werden können.

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Die Zahl der in Erlangen installierten Wärmepumpen wächst deutlich. Die bei den Erlanger Stadtwerken (ESTW) gemeldeten Anlagen stieg von 926 im Jahr 2022 auf 1.161 im Jahr 2024.
Dabei ist davon auszugehen, dass die tatsächliche Anzahl sogar noch höher liegt, da nicht alle installierten Wärmepumpen bei den ESTW gemeldet werden.

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Besonders deutlich zeigt sich der Fortschritt beim Ausbau der Photovoltaik im Netzgebiet der ESTW. Innerhalb von nur drei Jahren ist die installierte Nettoleistung um 20 Megawattpeak (MWp) gewachsen und erreichte rund 54 MWp bis Ende 2024.
Zur Einschätzung: Eine zusätzliche Leistung von 20 MWp reicht aus, um bis zu 6.000 Haushalte mit drei bis vier Personen mit Strom zu versorgen.

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Stromspeicher sind ein zentraler Baustein der Energiewende: Sie gleichen die Schwankungen zwischen Stromerzeugung und -verbrauch aus und sorgen dafür, dass erneuerbare Energien wie Sonne und Wind zuverlässig genutzt werden können – auch wenn das Wetter mal nicht mitspielt.
Im Netzgebiet der ESTW hat sich die installierte Speicherkapazität von 8,6 MWh im Jahr 2022 auf 18,3 MWh im Jahr 2024 mehr als verdoppelt.
Die tatsächliche Kapazität könnte sogar noch höher sein, da nicht alle Stromspeicher bei den ESTW gemeldet werden.

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Der Bestand an E-Pkw in Erlangen hat sich von 2022 bis 2024 um den Faktor 2,13 mehr als verdoppelt. Trotz dieses deutlichen Zuwachses liegt ihr Anteil am Gesamtbestand mit 3,2 Prozent weiterhin sehr niedrig.
Die Entwicklung in Erlangen entspricht dabei ungefähr dem Bundestrend.

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Die Pkw-Dichte, also die Anzahl der Autos pro 1.000 Einwohner*innen, kann einen Hinweis auf die Pkw-Nutzung und mögliche Umweltbelastungen durch den Verkehr geben. Zwischen 2022 und 2024 ist die Pkw-Dichte in Erlangen von 487 auf 470 Pkw pro 1.000 Einwohner*innen gesunken – ein grundsätzlich positives Zeichen.
Wichtig zu wissen: Die Pkw-Dichte allein sagt nicht direkt etwas über Emissionen aus, da diese stark von der Fahrzeugart (z. B. Elektroauto vs. Verbrenner) abhängen. Außerdem liefert der Wert nur begrenzte Informationen über das tatsächliche Mobilitätsverhalten, wie Fahrleistung oder Nutzungshäufigkeit von Autos.

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Seit 1974 wird der Verkehr an den Straßen Erlangens regelmäßig gezählt (ohne A3/A73). 2024 wurden 153.612 Fahrzeuge pro Tag erfasst und damit etwas weniger als 2018 (181.800 Kfz/Tag). Kurzfristige Veränderungen wie Homeoffice oder Verlagerungen auf Autobahnen können die Zahlen beeinflussen. Ziel bleibt, den Verkehr insgesamt zu reduzieren, z. B. durch ÖPNV, Rad, Fußwege oder weniger Fahrten.

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Die Fahrgastzahlen der ESTW-Busse stiegen von 2022 bis 2024 um 3,5 Millionen auf 12,9 Millionen Fahrgäste, was einem Plus von rund 37 %.
Gründe dafür könnten das Deutschlandticket oder das Abklingen der Corona-Pandemie sein. Inwiefern der kostenlose Innenstadtbereich sich positiv ausgewirkt hat, wird noch ausgewertet.

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